Berlin - 767 Tage saß Klaus R. als mutmaßlicher Mörder in Untersuchungshaft. 767 Tage, für die der 62 Jahre alte Gerüstbauer nun entschädigt werden muss. Die 40. Strafkammer des Berliner Landgerichts sprach Klaus R. am Donnerstag vom Vorwurf des Mordes an einer 30 Jahre alten Frau frei. Das Urteil kam nicht überraschend, war Klaus R. doch schon im Dezember aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Man könne nicht mit der für eine Verurteilung wegen Mordes erforderlichen Sicherheit sagen, Klaus R. habe Annegret W. getötet, sagte Peter Schuster, der Vorsitzende Richter, in seiner Urteilsbegründung. Die Kammer habe entscheiden müssen, ob sie einen nicht vorbestraften Menschen für einen 33 Jahre zurückliegenden Mord bestraft oder nicht. „Einen Mittelweg gab es nicht“, so Schuster. Die Richter entschieden sich in diesem zweiten Verfahren, anders als in der ersten Instanz, für einen Freispruch

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