Vor ziemlich genau 30 Jahren begann in Berlin die Debatte über ein Experiment, von dessen Scheitern die Meisten eigentlich fest überzeugt waren: Die dann am 1. Juli 1993 eingeweihte Schlosskulisse vor dem bereits geschlossenen Palast der Republik. Geworben werden sollte damit für den Nachbau der Fassaden des 1950 auf Befehl der SED gesprengten Berliner Schlosses. Der Hamburger Kaufmann Wilhelm von Boddien initiierte dies Projekt – bis dahin ein unbekannter Schlossenthusiast, der seither zur Person der Berliner Geschichte wurde. Kein Essen teurer als das mit dem Spendensammler von Boddien, wurde schon in den 1990ern gelästert. Am Sonntag feiert er seinen 80. Geburtstag – und wenn die Zeitumstände andere wären, wäre das wohl ein erstklassiges gesellschaftliches Ereignis.

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