Greta Thunberg ist ein Name, den man rund um den Globus kennt. Auch Luisa Neubauer ist als deutsche „Fridays for Future“-Organisatorin vielen ein Begriff. Nun gesellt sich eine dritte junge Frau dazu, von der man künftig öfter hören wird: Raina Ivanova. Die 15-jährige Hamburgerin hat am Montag mit 15 weiteren Kindern und Jugendlichen in New York eine Beschwerde beim Kinderrechtsausschuss der Vereinten Nationen eingereicht. Sie wirft darin Frankreich, Deutschland, der Türkei, Argentinien und Brasilien vor, nicht genug gegen den Klimawandel zu tun und damit gegen die UN-Kinderrechtskonvention zu verstoßen.

Raina Ivanova ist auch regelmäßig bei „Fridays for Future“ dabei 

„Ich möchte einfach, dass unsere Stimme gehört wird und dass die Erwachsenen darauf reagieren und bessere Entscheidungen treffen“, sagte Ivanova in New York. Bei der Präsentation der Beschwerde kämpfte sie mit den Tränen – der Klimawandel ist für sie ein emotionales Thema, verbunden mit vielen Ängsten. Sie kämpfe auch für ihre sechsjährige Schwester: „Sie ist so viel jünger als ich, und wenn sich die Konsequenzen noch stark zuspitzen, wird sie viel stärker davon betroffen sein. Ich sehe, wie traurig es sie macht, wenn sie daran denkt.“

Ivanova schreibt auf der Website zur Aktion auch von den Hitzerekorden, die Deutschland in diesem Sommer erlebt hat, von drückend heißen Klassenzimmern, in denen man sich nicht konzentrieren kann. Deshalb ist sie regelmäßig bei „Fridays for Future“ dabei, deswegen reist sie nach New York, um sich mit den anderen Aktivisten laut zu beschweren. Unter ihnen sind Jugendliche, die auf kleinen Inseln im Pazifik leben – deren Heimat ist vom steigenden Meeresspiegel akut bedroht. Wer will ihnen ihre Angst verdenken?