Berlin - Am 15. März wird es in Berlin und weltweit in mehr als 60 Ländern eine ganz besonders große „Fridays-for-Future“-Demonstration für mehr Umweltschutz geben. Studierende der Alice-Salomon-Hochschule haben aus diesem Anlass Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) aufgefordert, die demonstrierenden Schüler wesentlich stärker zu unterstützen.

Es dürfe keine Disziplinarmaßnahmen gegen Schüler geben, die an der Demonstration teilnehmen, heißt es in einem offenen Brief des Masterstudiengangs Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung. Scheeres müsse die Schulen über ihren Ermessungsspielraum aufklären und Schulprojekte für eine nachhaltige Gesellschaft gezielt unterstützen. Scheeres entgegnete am Dienstag, sie habe Sympathie für die Demonstranten, es gelte aber die Schulpflicht. Viele Schule werten die Streikteilnahme als unentschuldigte Fehlstunden.

Naturkundemuseum nutzt die Gelegenheit

Seit dem 18. Januar gehen in Berlin jeden Freitag Schüler auf die Straße. Ihr Vorbild ist die 16-jährige Umweltaktivistin Greta Thunberg aus Schweden. Die Großdemo am Freitag nimmt das Naturkundemuseum in Mitte zum Anlass, die Aktivisten einzuladen. Im Museum sollen sich die Jugendlichen mit Wissenschaftsexperten mehrerer Institutionen unter anderem über den Klimawandel und die Energiewende austauschen.

Am Freitag haben die Schüler deshalb ab 13.30 Uhr freien Eintritt ins Museum in der Invalidenstraße, unweit der Demostrecke. „Die Verantwortung darf nicht allein auf den Schultern der jungen Generation liegen“, heißt es dazu auf der Homepage des Museums. Deshalb lade man die Schüler ein.

Insgesamt unterstützen gut 12.000 Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in einer Stellungnahme die Klimabewegung „Wir sind die Profis und sagen: Die junge Generation hat recht“, sagte Volker Quaschning, von der Hochschule für Technik und Wirtschaft. Wissenschaftler haben inzwischen die Initiative „Scientists for Future“ gegründet.