Berlin - Muss man eine ganze Straße sperren, um einer Senatorin dort das Kaffeetrinken zu ermöglichen? Dabei ist es in keiner Weise erstrebenswert, auf grob gezimmerten Sitzpodesten zwischen Holzfässern mit Spitzahornbäumchen und neben breiter Fahrradpiste auszuharren. „Flaniermeile“ ist an Plakataufstellern zu lesen. So stellt sich die Friedrichstraße zwischen Französischer und Leipziger Straße dar, die gegenwärtig als Modellversuch für Kraftfahrzeuge gesperrt ist.

Ein kläglicher Versuch, denn der scheinbar gewonnene Stadtraum ist von Podesten, Vitrinen und Schautafeln verstellt, und eine breite Radfahrbahn ersetzt die Autofahrbahn – mit nicht minder abweisender Wirkung. Die Flanierenden, soweit es diese gibt, bleiben auf den ohnehin viel zu schmalen Gehsteigen gefangen. Vielleicht hat man hier falsche Prioritäten gesetzt.

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