Egon Krenz (Archivbild).
Foto: dpa/Jens Büttner

Rostock/BerlinDer frühere SED- und DDR-Staatschef Egon Krenz (83) hatte am Wochenende einen Autounfall. Nach Auskunft seines Anwaltes Peter-Michael Diestel sei er noch immer zur Beobachtung in einer Rostocker Klinik. „Ich habe mit Krenz nach dem Unfall noch keinen weiteren Kontakt gehabt. So viel ich weiß, war er in dem Unfall unverschuldet verwickelt“, sagte Diestel der Berliner Zeitung.

Laut der Polizeiinspektion Stralsund sei Krenz nur leicht verletzt. „Ihm gehe es gut“, hieß es auf Nachfrage. Krenz war am vergangenen Sonntag mit seinem VW Golf von Berlin zurück in seinem Wohnort nach Dierhagen gefahren. Kurz davor geschah dann gegen 15.30 Uhr der Unfall auf der Landstraße 21, bei dem insgesamt drei Personen verletzt wurden, teilte die Polizeipressestelle am Dienstag mit. Die Straße führt in Richtung des bekannten Ostseebades Ahrenshoop.

Der frühere DDR-Staatschef wollte in Höhe Dierhagen-Ost an der Kreuzung links in die Straße Am Deich abbiegen. „Dabei kam es zur Kollision mit einem VW Passat, der die L 21 in gleicher Fahrtrichtung befuhr und versuchte, den PKW zu überholen“, sagte Politeisprecher Mathias Müller.

In der Folge erlitt Krenz sowie der 75-jährige Fahrer des VW Passat und seine 73-jährige Beifahrerin leichte Verletzungen. „Alle Verletzten stammten aus der Region und wurden zur weiteren Versorgung in Rostocker Krankenhäuser gebracht. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen“, sagt Müller. Beide Fahrzeuge waren aufgrund der Beschädigungen nicht mehr fahrbereit und mussten durch Abschleppunternehmen geborgen werden. Der Gesamtschaden wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Die Straße musste zur Bergung der Fahrzeuge für etwa 15 Minuten voll gesperrt werden.

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