Potsdam - Brandenburgs Landesregierung sollte nach Auffassung des Rechnungshofs kräftig auf die Ausgabenbremse treten. Einnahmen in Rekordhöhe täuschten über Sparzwänge hinweg, kritisierte der Chef der Kontrollbehörde, Christoph Weiser, am Montag in Potsdam. Das Geld aus hohen Steuereinnahmen und aus Einsparungen durch extrem niedrige Zinsen müssten für die Schuldentilgung und Rücklagen genutzt werden, anstatt sie sogleich wieder auszugeben. Der Jahresbericht listet erneut Beispiele für Verschwendung auf. Fünf krasse Fälle in der Übersicht:

LEIBNIZ-ZENTRUM FÜR AGRARLANDSCHAFTSFORSCHUNG: Das Zentrum wurde nach Einschätzung der Prüfer vom zuständigen Wissenschaftsministerium an der langen Leine geführt: Mitarbeiter über 55 Jahre konnten sich eine bezahlte dreimonatige Auszeit nehmen für eine kreative Pause - nett für die Beschäftigten, aber aus Steuergeldern unzulässig, lautet das Urteil. Auch ein Massage-Gutschein zum Geburtstag oder ein eigens eingerichteter Volleyballplatz stießen auf Kritik.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.