Berlin - #image0

Die Fanmeile auf der Straße des 17. Juni soll wieder ein Sommermärchen werden - wie schon 2006 und 2010. Das verspricht Veranstalter Willy Kausch, der in der Hauptstadt ab kommendem Sonnabend zur Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli)  Deutschlands größtes Fußball-Fanfest ausrichtet.

Die schwarz-rot-goldene Fußballparty findet auf einer knapp ein Kilometer langen Strecke zwischen dem Brandenburger Tor und der Siegessäule statt, die Hauptbühne mit einer 60 Quadratmeter großen Videowand steht am Tor. Auf insgesamt sieben Großbildleinwänden werden alle Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft sowie die 18-Uhr-Partien davor übertragen – Termine sind der 9., 13. und 17. Juni. Kausch geht davon aus, dass die deutsche Mannschaft die Vorrunde übersteht und das Viertelfinale erreicht. Auch dieses Spiel sowie die beiden Halbfinals und das Finale am 1. Juli werden auf der Fanmeile zu sehen sein. Geöffnet ist die Fanmeile an diesen Tagen von 13 bis 24 Uhr.

Bis zu 450 000 Besucher erwartet Kausch pro Spieltag. „Wenn Deutschland spielt, ist die Fanmeile voll“, sagt er. Andere Gruppenspiele, das hätten die Erfahrungen gezeigt, seien für große Live-Übertragungen „nicht interessant“. Auch aus Kostengründen habe man sich deshalb für zunächst sieben Öffnungstage entschieden. „Wir haben aber die Option, das eine oder andere Spiel zusätzlich zu zeigen“,  betont Kausch. Zu den Übertragungen von den Spielen der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika 2010 kamen insgesamt 1,7 Millionen Zuschauer auf die Berliner Fanmeile.

Wie bei anderen Großveranstaltungen wird der Große Tiergarten rings um die Fanmeile weiträumig abgesperrt. Insgesamt 4 370 Meter Zäune werden deshalb aufgestellt, unter anderem an der Scheidemannstraße sowie an der Tiergartenstraße, sagt Mitveranstalter Rainer Wohlthat. An den Zugängen zur Fanmeile gibt es Taschenkontrollen, das Mitbringen von Feuerwerkskörpern, Leuchtmunition und Glasflaschen ist verboten. Sollte die Fanmeile überfüllt sein und Zugänge geschlossen werden müssen, werde darüber bereits in S- und U-Bahnen sowie auf den Bahnhöfen  informiert, so Wohlthat. Begleitet  werden die Übertragungen der Spiele durch  ein Bühnenprogramm, das derzeit aber noch nicht feststeht. Zudem gibt es entlang der Partystrecke etwa 60 Getränke-, Imbiss- sowie Fanartikel-Stände.

Je nach Erfolg der Löw-Truppe bei der EM dürfen die Fans  hierzulande auch auf einen  Auftritt der Nationalmannschaft am Brandenburger Tor hoffen. Wie Kausch bestätigt,  gebe es darüber bereits Gespräche mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB). „Es gibt einen vorsichtigen Annäherungsprozess“, sagt Kausch. Vor zwei Jahren hatte die Nationalelf ihren Auftritt am Brandenburger Tor abgesagt, weil man nicht das dritte Mal hintereinander ohne Pokal vor die Fans treten wollte.