Die unermüdlichen Verteidiger der freien Gesellschaft haben einen großen Sieg errungen. Der Dresdner Schriftsteller Uwe Tellkamp hat seine umstrittenen Behauptungen weder wiederholt noch verteidigt. Seine geplante Lesereise hat er abgesagt, nachdem er über Tage einem feuilletonistischen Trommelfeuer der Empörung ausgesetzt war, das vom Vorwurf sozialer Kälte und Unerbittlichkeit bis zur Unterstellung reichte, Tellkamp betreibe das Spiel der Neonazis. In der Süddeutschen wurde gar behauptet, er vertrete gar keine politische Meinung, sondern sei in einem Wahnsystem verfangen. Jeder Osteuropäer erinnert sich daran, dass ein solcher Vorwurf zu sowjetischen Zeiten zur Einweisung genügt hätte. Auch wenn sie zumindest hier zu Lande überwunden sind, bleibt die Erinnerung und wird bei manchen ein leises Schaudern auslösen.

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