Berlin - Eine gute Geschichte macht noch kein gutes Restaurant aus, aber sie ist ein Start. Und die Geschichte des Kanaan ist richtig gut. So gut, dass sie Gäste und Journalisten einander immer wieder gern erzählen. Ein Israeli und ein Palästinenser betreiben gemeinsam ein Restaurant, und siehe da: Es funktioniert. Eine kleine, private Friedenslösung, Essen verbindet, ein tolles Zeichen. „A great, great deal, so good, so good“, wie Amerikas Brandherd-in-Chief twittern würde.

Auch ich finde die Geschichte des Israelis Oz Ben David und des Palästinensers Jalil Dabit sehr schön. Die beiden lernten sich vor ein paar Jahren in Berlin kennen. Der eine Vertreter für israelische Produkte, der andere Gastronom aus Ramla auf der Suche nach einem Geschäft in Berlin. Und weil sich die beiden sofort verstanden, beschlossen sie einfach, gemeinsam ein Restaurant zu eröffnen. Sein Debüt gab das Kanaan als Pop-up-Restaurant am Wochenende in der Kneipe Kohlenquelle. Abends nahm die Kneipe ihren Tresenbetrieb auf, wenn die Küche des Kanaans schloss. Weil sie damit so erfolgreich waren, eröffneten David und Dabit bald auch einen Tagesimbiss gegenüber der Kohlenquelle – in einem Bretterverschlag, den sie nach und nach ausbauten. Inzwischen ist daraus die Residenz des Kanaan geworden und eine recht gemütliche Holzhütte mit Plätzen für drinnen und draußen.

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