Berlin - Wer behauptet, dass früher alles besser war, denke bitte an den deutschen Wein. Klebrig war er meist, scheußlich süß und in Übermengen quoll er als „Liebfrauenmilch“ aus den Kellereien. Allein deshalb kann sich niemand die 70er- und 80er-Jahre zurückwünschen. Sie waren das schwärzeste Kapitel der deutschen Weingeschichte, besonders in Berlin, das – man glaubt es heute kaum – mal eine Weinwüste war. Verzweifelte Weinkenner flüchteten zum Edelzwicker oder, wer konnte, ins KaDeWe. Weinliebhaber aus dem Osten der Stadt weinten still in sich hinein oder wurden zu brillanten Knappheitslogistikern, die dann doch hier und da an ein paar vernünftige Flaschen kamen.

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