Mit zwei Großeinsätzen ist die Berliner Polizei am Donnerstagabend gegen Clankriminalität vorgegangen.

Polizisten, Beamte des Zollfahndungsamtes und Mitarbeiter der zuständigen Finanz- und Bezirksämter kontrollierten Lokale in Schöneberg, Steglitz und Friedenau. In der Zeit von 17 bis 2 Uhr überprüften sie insgesamt 17 Lokale an der Bayreuther Straße, Bülowstraße, Goebenstraße, Dominicusstraße, Hauptstraße, Eisenacher Straße, Fuggerstraße, Crellestraße, Hubertusstraße, Rheinstraße, Bergstraße und Schildhornstraße. Die Beamten fahndeten nach gewerbe-, arbeits-, steuer- und ordnungsrechtlichen Verstößen.

An der Goebenstraße saßen in einem Lokal zwei Jugendliche, die Shishapfeifen rauchten. Es ist aber nicht erlaubt, Tabakwaren an Minderjährige abzugeben. Der Zugang zu einer Shisha Bar unterliegt der Altersbeschränkung von 18 Jahren. „Deshalb wurden Anzeigen wegen Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz geschrieben“, sagte ein Polizeisprecher.

In diesem Lokal entdeckten die Ermittler auch etwa vier Kilogramm unversteuerten Shishatabak. In einem weiteren Lokal trafen sie auf einen Gast, der zur Festnahme ausgeschrieben war. An der Dominicusstraße und der Eisenacher Straße wurde jeweils ein Lokal amtlich geschlossen und versiegelt. Denn dort gab es nach Angaben des Polizeisprechers keine verantwortlichen Geschäftsführer.

Zahlreiche kleine und große Verstöße festgestellt

Bei den Kontrollen kam eine Vielzahl von Verstößen zu Tage: gegen die Lebensmittelhygiene-Verordnung, das Straßenreinigungsgesetz, die Verordnung über Spielgeräte, das Gaststättengesetz, Nichtraucherschutzgesetz, Jugendschutzgesetz, Tabaksteuergesetz, Arbeitszeitgesetz, Verpackungsgesetz, die Preisangabenverordnung, das Ordnungswidrigkeitengesetz und die Kassensicherungsverordnung festgestellt.

Parallel zu den Lokalüberprüfungen kontrollierten die Polizisten auf der Haupt-, Rhein- und Schloßstraße sowie auf dem Walter-Schreiber-Platz insgesamt 79 Autos. Damit wollten sie illegale Kraftfahrzeugrennen und sogenannte Profilierungsfahrten unterbinden.

Bei den Verkehrskontrollen wurden die Fahrer auf Drogen- und Alkoholkonsum getestet. Drei von ihnen wurde daraufhin die Weiterfahrt untersagt. Insgesamt wurden sechs Strafermittlungsverfahren, unter anderem wegen Fahrens unter Einfluss unter Drogeneinfluss und Fahrens ohne Fahrerlaubnis, eingeleitet. (kop.)