Berlin - René Bäselt stutzte, als die Nachricht kam. Das Mitglied der Berliner Streikleitung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) war nicht allein. „Was ist das? Das fragten sich viele von uns“, sagt Bäselt, der normalerweise als Zugchef im ICE-Verkehr unterwegs ist. Doch schon bald war der Gewerkschaftsbasis klar, dass das vermeintliche neue Angebot mit Vorsicht zu genießen ist – um es höflich zu formulieren. „Bei unseren Mitgliedern stößt es auf Skepsis“, sagte Uwe Krug, der die GDL-Ortsgruppe bei der S-Bahn Berlin leitet. „Es soll den Druck auf uns erhöhen“, sagt Bäselt.

So gesehen hat der Vorstand der Deutschen Bahn (DB) sein Ziel erreicht. Denn in der Tat kam sofort die Frage auf: Im Tarifstreit mit der GDL legt das Bundesunternehmen eine neue Offerte vor, doch der dritte Streik findet trotzdem statt: Wie kann das sein?

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