Berlin - In der Nacht zu Sonntag hat es in Kreuzberg ein Großfeuer gegeben, bei dem eine Filiale des Supermarktes Netto vollständig abgebrannt ist. Verletzt wurde dabei zum Glück niemand. Die Feuerwehr wurde um 4.03 Uhr alarmiert. Als die ersten Einsatzkräfte an der Köpenicker Straße 175 eintrafen, stand das etwa 800 Quadratmeter große Gebäude, das ohne angrenzende Häuser auf einem Parkplatz steht, weiträumig in Flammen.

Wenige Minuten später zündete das Feuer mit einem explosionsartigen Knall durch: Erhitzte Materialien erhielten zusätzlichen Sauerstoff und standen schlagartig in Flammen – ein Inferno breitete sich aus. Solche Szenarien, wie es sie auch bei Wohnungsbränden gibt, sind für die Feuerwehrleute besonders gefährlich.

Als der Brand durchzündete, stürzte die hölzerne Dachkonstruktion komplett ein. Die Feuerwehr forderte eine Wasserkanone und einen Teleskopmast an. Sie musste auch Atemschutzgeräte und Schaum einsetzen. Um 6.27 Uhr meldeten die Einsatzkräfte „Brand unter Kontrolle“.

Gelöscht war er da aber noch lange nicht. „Wegen des eingestürzten Daches kamen wir nicht richtig an die Glutnester heran“, sagte ein Sprecher des Lagedienstes am Sonntag. Feuerwehr und Polizei räumten bis zum Nachmittag mit Radladern die Trümmer beiseite, um an die Flammen heranzukommen. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren anfangs am Ort, mittags waren es noch immer rund 50.

Wegen des dichten Rauchs, der die Umgebung in Mitleidenschaft zog, fuhr ein Messfahrzeug der Feuerwehr durch die Straßen, um die Schadstoffkonzentration zu messen. Es wurden jedoch keine alarmierenden Werte festgestellt. Die Köpenicker Straße war vom Schlesischen Tor bis Manteuffelstraße Richtung Mitte gesperrt. Erst am Nachmittag waren die Löscharbeiten beendet. Andere Gebäude kamen nicht zu Schaden.

Zur Brandursache kann die Polizei noch nichts sagen. „Der Brandort wurde gesperrt“, sagte eine Polizeisprecherin. „Unser Brandkommissariat wird sich am Montag bei Tageslicht alles anschauen.“

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