Berlin - Nach zweieinhalb Jahren beginnt Anfang August der Abbau des Gerüstes an der Turmruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Abgerüstet werden zunächst die obersten 20 Meter, teilte die Evangelische Kirchengemeinde mit. Damit werde der markant abgebrochene Turmhelm und die filigrane Architektur der Glockenstube des Berliner Wahrzeichens wieder sichtbar. Einige Wochen später erfolge dann der Rückbau um weitere 20 Meter. Dann sind auch die restaurierten und frisch vergoldeten Turmuhren sowie die beiden Nebentürme wieder von allen Seiten zu sehen.

4,2 Millionen Euro veranschlagt

Am 15. September soll der weitgehende Abschluss der seit 2012 laufenden Sanierungsarbeiten mit einem Festgottesdienst gefeiert werden. Dann soll auch erstmalig wieder das Glockenspiel erklingen, das ebenfalls generalüberholt wurde. Restarbeiten und Kontrollen werden sich dann noch weiter in den Herbst hinein erstrecken, heißt es. Der Abbau der statisch besonders aufwendig konstruierten Sockelpartie des Gerüsts werde mit Rücksicht auf den Weihnachtsmarkt deshalb erst Anfang 2014 erfolgen.

Die Arbeiten bewegen sich nach Angaben der Gemeinde weiter im Kostenrahmen. Veranschlagt waren rund 4,2 Millionen Euro, um das Mauerwerk vor eindringender Nässe zu schützen und kaputte Steine auszubessern. Der 68 Meter hohe Alte Turm war letztmalig zwischen 1982 bis 1984 rundum instandgesetzt worden. (epd)