Das mit den Fußballvergleichen sollte man in diesen Tagen vielleicht eher lassen. Aber hier passt es einfach zu gut: Die alte West-Berliner Gesellschaft traf sich am Dienstag zum Heimspiel – im alten West-Berlin. Die Lassenstraße 1 in Grunewald ist schon eine der eher besseren Adressen in dieser Stadt, auch wenn der Verkehr in der angrenzenden Koenigsallee nicht unerheblich ist. Hier hat Berlins unvergessener Entertainer und Schauspieler Harald Juhnke rund zwanzig Jahre mit seiner Familie gelebt.

Das Haus hat längst einem recht scheußlichen Neubau Platz gemacht, dessen freundlicher Besitzer aber nichts gegen eine Juhnke-Gedenktafel im Vorgarten einzuwenden hatte. Sie wurde von der Gasag finanziert, von der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin hergestellt und gestern feierlich enthüllt – an Harald Juhnkes 85. Geburtstag. Um den Anlass gebührend zu begehen, hatten sich rund 200 Freunde, Weggefährten, Kollegen und Schaulustige vor dem Eckgrundstück eingefunden. Die zumeist betagten Damen und Herren zeigten deutlich, dass weder gleißende Sonne noch Temperaturen von mehr als 30 Grad ein Grund sein müssen, sich gehen zu lassen: Pumps und Kostüm, Anzug und Einstecktuch waren quasi Pflicht.

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