Berlin - Hunderte Berliner Fahrradfahrer haben am Mittwochabend mit einer stillen Gedenkfahrt an die Todesopfer im Straßenverkehr erinnert. Die Teilnehmer trugen bei ihrer Tour durch die ganze Stadt weiße oder helle Kleidung.

Die Fahrt begann am Brandenburger Tor und führte in einer großen Runde nach Charlottenburg, Schöneberg, Kreuzberg, Friedrichshain und zurück nach Mitte zum Roten Rathaus. Im vergangenen Jahr nahmen etwa 1200 Radfahrer teil.

"Ride of Silence" findet weltweit statt

Ähnliche Gedenkfahrten waren unter dem Titel „Ride of Silence“ weltweit in 350 Städten geplant. Die Veranstaltungen gibt es seit 13 Jahren jeweils am dritten Mittwoch im Mai.

Der Fahrradclub ADFC verlangte mehr Rücksichtnahme auf die Radfahrer im Straßenverkehr und Umbaumaßnahmen in den Städten für mehr Sicherheit.

Schon sieben tote Radfahrer 2016

Für Berlins Radfahrer ist 2016 bislang kein gutes Jahr. Seit Anfang Januar sind bereits sieben von ihnen bei Unfällen ums Leben gekommen, teilte die Polizei mit. „Das sind erheblich mehr als im selben Zeitraum des Jahres 2015“, sagte Sven Heinrich, der als Leiter Verkehrssicherheit für die Unfallbilanz zuständig ist. 2015 gab es in Berlin insgesamt 10 Radfahrer unter den 48 Verkehrstoten. (dpa/BLZ)