Ein SPD-Logo (Symbolfoto).
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BerlinFür den Vorsitz der Berliner SPD haben sich neben Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und SPD-Fraktionschef Raed Saleh weitere Interessenten gemeldet. Die stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen in der SPD, Angelika Syring, und Ulrich Brietzke hätten eine gemeinschaftliche Kandidaturerklärung und einen Antrag auf ein Mitgliederbegehren eingereicht, teilte eine Sprecherin der Berliner SPD am Samstag auf Anfrage mit. „Wir prüfen nun das Verfahren.“ Das Mitgliederbegehren ziele auf eine Mitgliederbefragung im Vorfeld der Wahl ab.

Zuvor hatte der „Tagesspiegel“-Newsletter „Checkpoint““ darüber berichtet. Dem Bericht zufolge geht es Syring und Brietzke ums Prinzip - Ambitionen auf öffentliche Ämter hätten sie nicht, hieß es.

Giffey hatte am Mittwoch mit dem bisherigen Amtsinhaber und Regierenden Bürgermeister, Michael Müller bekanntgegeben, Vorsitzende der Berliner SPD werden zu wollen - in einer Doppelspitze mit Saleh. Müller hatte zuvor mitgeteilt, bei der am 16. Mai anstehenden Wahl nicht mehr für den Posten des Landesvorsitzenden anzutreten.

In ihrem am Freitagnachmittag veröffentlichten Kandidatenbrief schreiben Giffey und Saleh: „Berlin ist die Stadt der Freiheit. Berlin hat Anziehungskraft. Berlin ist spannend. Berlin bietet Chancen.“ Das sei alles andere als ein Grund zur Klage, „aber auch ein Auftrag für uns, dafür zu sorgen, dass die guten Eigenschaften Berlins auch wirklich allen in Berlin zu Gute kommen“.