Berlin - Es war ein Martyrium, dem die 49-jährige Frau ausgesetzt war und das sie bis heute psychisch belastet. In der Nacht zum 27. Juli des vergangenen Jahres schlief Marina T. (*) in ihrer Laube in Berlin-Dahlem. Sie ist seit Jahren von der Hüfte an gelähmt, ein Pflegefall. Gegen 3.30 Uhr betrat ein unbekannter Mann ihr Häuschen. Offenbar hatten Pflegende, die Marina T. abends zu Bett gebracht hatten, vergessen, wie sonst üblich die Tür abzuschließen. Der Eindringling begab sich zum Bett der Frau, räumte ihr Mobiltelefon zur Seite, sodass Marina T. telefonisch keine Hilfe holen konnte. Dann missbrauchte er die wehrlose Frau, die den Täter immer wieder anflehte, sie in Ruhe zu lassen.

Seit Montag muss sich Karol P. vor dem Berliner Landgericht wegen schwerer Vergewaltigung und Hausfriedensbruchs verantworten. Spuren am Tatort überführten den Angeklagten. Der 41-Jährige ist ein schmächtiger Mann mit kurzgeschorenen Haaren. Er gibt an, eine Lebensgefährtin und drei Kinder zu haben. Als Beruf nennt er Landwirt. Karol P. ist wegen Diebstahls vorbestraft. Er soll früher über Zeltplätze und Laubenkolonien gestreift sein und dort mitgenommen haben, was er gebrauchen konnte.

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