Ailenys T. konnte der Betrug nicht nachgewiesen werden. Sie wird lediglich wegen Geldwäsche in zwei Fällen zu einer Geldstrafe verurteilt. 
Foto: Pressefoto Wagner

BerlinDie Freundschaftsanfrage bekam Heiderose D. im Juli 2018 auf Facebook. Ein „General Bryan Adams“ hatte sich bei ihr gemeldet. Auf dem Foto schaute der Seniorin aus Hessen ein junger hochdekorierter Soldat entgegen. Eigentlich, so sagt es Heiderose D. an diesem Donnerstag vor dem Amtsgericht Tiergarten, nehme sie keine Freundschaftsanfragen von Leuten an, die sie nicht kenne. Hier sei sie aber irrtümlich auf annehmen gegangen. Heiderose D. erfuhr, dass dieser Bryan Adams in Afghanistan stationiert sei und eine Tochter habe. Irgendwann erkundigte sich der angebliche General, ob Heiderose D. verheiratet oder einsam sei und Kinder habe. Darauf habe sie nicht geantwortet, erklärt die 72-Jährige.

Erst im Herbst 2018 wurde sie aktiv und verlor viel Geld an den imaginären US-Militär. Sie fiel auf einen Betrug herein, um den es an diesem Tag vor Gericht geht und für den sich die 33-jährige Ailenys T. verantworten muss. Laut Anklage soll sie der angebliche Afghanistan-General sein und auch später noch versucht haben, eine Frau aus Stuttgart zu betrügen.

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