Berlin - Der neue Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) beschäftigt sich in seiner ersten Drucksache, die er dem Berliner Abgeordnetenhaus schickt, mit Unisex-Toiletten. Die Vorlage mit dem Titel „Hürden im Alltag beseitigen – Unisextoiletten in öffentlichen Gebäuden einrichten“ ist der vierte Zwischenbericht zu diesem Thema. Darin teilt der Politiker mit, eine Machbarkeitsstudie bei der landeseigenen Berliner Immobilienmanagement GmbH in Auftrag gegeben zu haben.

Dabei sollen in zehn öffentlichen Gebäuden unter anderem die Kosten für den Umbau analysiert werden. Ein Ergebnis hierfür wird Ende März 2017 erwartet. Die Kosten für die Machbarkeitsstudie stehen hingegen jetzt schon fest: 5000 Euro. Bereits jetzt soll klar sein, dass die Einrichtung von „WCs für alle Geschlechter“ ohne Nutzungseinschränkungen möglich ist.

Erste Toiletten gibt es bereits

Das Thema Unisex-Toiletten geht auf einen Antrag der mittlerweile nicht mehr in Abgeordnetenhaus vertretenen Piratenfraktion im Jahr 2014 zurück. Bis vor kurzem oblag die Umsetzung der Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD). Als Justizsenator ist Behrendt auch für das Thema Antidiskriminierung zuständig und hat sich der Sache angenommen.

Erste Unisex-Toiletten gibt es in der Berliner Senatsverwaltung bereits. Im Gebäude der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales wurden bereits 2015 zwei „WCs für alle Geschlechter“ geschaffen, zum Preis von 350 Euro. (BLZ)