Sven Fischer und Maike Ahlers leben seit eineinhalb Jahren auf einer Baustelle. Das Haus in Prenzlauer Berg, in dem sie seit 15 Jahren zur Miete wohnen, wird energetisch saniert, Bauarbeiter sind allgegenwärtig. Um dem ständigen Lärm und Dreck zu entkommen, verbrachten Ahlers und Fischer in den Sommerferien ihrer zehn- und 14-jährigen Töchter so wenig Zeit wie möglich zu Hause. Das könnte ihnen das Leben gerettet haben.

Am Freitag vorvergangener Woche stellte die Bauaufsicht fest, dass der Schornstein der Wohnung entfernt und der Zug abgedichtet worden war. „Es war ein glücklicher Zufall, dass wir die letzten Wochen nicht da waren, und dass die das entdeckt haben“, sagt Fischer. „Sonst wäre es zu einer CO2-Vergiftung gekommen.“ Die Abgase von Warmwasseranlage und Gasetagenheizung konnten nicht entweichen - seit wann, ist unklar. „Wir gehen davon aus, dass es ein Mordanschlag auf unsere Familie war“, sagt Fischer.

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