Er ist – noch – nicht gekommen, um zu bleiben: Hollywoodstar George Clooney geistert seit Tagen mit einem Team von Studio Babelsberg auf der Suche nach Drehorten für seinen nächsten Film „The Monuments Men“ durch Berlin, Potsdam und den Harz. Erst war Clooney in eher sportlich legeren Klamotten in Quedlinburg gesichtet worden, wo Filmteams wegen der historischen Altstadt (Weltkulturerbe der Unesco) gern Station machen, jüngst wurde dort auch „Der Medicus“ gedreht.

In Potsdam schauten sich Clooney und seine Begleitung das Haus der Juristischen Fakultät der Uni an, das 1939 in typisch nationalsozialistischer Architektur errichtet wurde (hier drehte auch schon Oscarpreisträger István Szabó „Mephisto“). Gegessen wurde in der Potsdamer Villa von Haacke, die immer wieder von Filmstars wie Jackie Chan und Kevin Spacey (der hier mal auf dem Terrassensofa einschlief) besucht wird.

In Berlin checkte Clooney während seiner Suche nach Drehorten im unter Filmstars beliebten Hotel Concorde am Kurfürstendamm ein. Gedreht werden soll „The Monuments Men“ 2013. In dem Film geht es um eine Spezialeinheit von Kunstexperten, die während des zweiten Weltkrieges versuchte, gestohlene Kunstwerke vor der Zerstörung zu retten. Zur Starbesetzung sollen der aktuelle Bond Daniel Craig, Bill Murray („Und täglich grüßt das Murmeltier“), Cate Blanchett („Der seltsame Fall des Benjamin Button“) und Jean Dujardin („The Artist“) zählen.

Bevor sein großer Erfolg mit dem Gewinn der Castingshow „Das Supertalent“ im Jahr 2008 kam, hatte Mundharmonikaspieler Michael Hirte keine großen Ansprüche an sein Leben. Wenn es regnete, dann stellte der Straßenmusiker sich gern vor das Karstadt-Kaufhaus in Spandau: „Unter dem Vordach wurde ich wenigstens nicht nass. Und das Publikum dort war nett.“

Gerade ist Hirtes sechstes Album mit dem Titel „Liebesgrüße auf der Mundharmonika“ erschienen, er hat Gold- und Platin-Schallplatten, eine „Goldene Henne“ und die „Krone der Volksmusik“ im Regal. Hirte ist, was für einen gefestigten Charakter spricht, in den vergangenen vier Jahren nicht durchgedreht. Bei seinem Haus, das er sich in Thüringen gebaut hat, war ihm vor allem eines wichtig: „Das verbraucht sehr wenig Energie. Ich will mir das notfalls auch mit Hartz IV noch leisten können.“

Im Oktober hat Hirte seiner Managerin Jenny Grebe in der Sendung von Florian Silbereisen einen Heiratsantrag gemacht. Die Frage, ob damit zu rechnen sei, dass er sie demnächst in einer Sendung von Carmen Nebel heiraten wird, amüsiert ihn. „Nein, die Hochzeit machen wir still und heimlich. Und vor allem später, denn Jenny soll das auch genießen können.“

Das heißt: Die gemeinsame Tochter, die beide im Januar erwarten, soll erst mal auf die Welt und dann aus dem Gröbsten rauskommen. Sie wird ihr zweites Kind, Sohn Jakob ist schon 17 Monate alt und spielt inzwischen voller Hingabe Mundharmonika.
Die Mitarbeiter im Hotel Schweizerhof, wo wir uns am Freitag trafen, scheinen Hirte ins Herz geschlossen zu haben, so charmant kümmern sie sich um ihn.

Er wirkt wie jemand, der sich immer noch an den kleinen Annehmlichkeiten und großen Erlebnissen seines neuen Lebens freuen kann: „Ich war mit den Puhdys auf Tournee und habe mit Dirk Michaelis und einem 45-Mann-Orchester seinen Hit ‚Als ich fortging‘ gespielt.“