Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat Konsequenzen aus der tödlichen Bluttat in der besetzten ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule an der Reichenberger Straße gezogen. Am Montagabend wurden die rund 200 Flüchtlinge darüber informiert, dass sie alle ausziehen müssen. Sobald Sozialsenator Mario Czaja (CDU) die versprochene Unterkunft für sie gefunden habe, werde die Schule frei gemacht. Ziel sei es weiterhin, das Haus zu einem Flüchtlingszentrum mit 70 Plätzen zu entwickeln, sagte Bezirksamtssprecher Sascha Langenbach.

Aber: „Vorher wird umfassend saniert und umgebaut.“ Für 35 Flüchtlinge, die Bauhandwerker seien und bei den Arbeiten helfen sollen, werde der Pavillon auf dem Schulhof als Behelfs-Unterkunft hergerichtet. Baustadtrat Hans Panhoff (Grüne) bat die Flüchtlinge erneut dringend, sich auf der Liste von Sozialsenatorin Dilek Kolat (SPD) einzutragen. „Wer sich nicht registrieren lässt, bekommt keine Unterkunft“, so der Sprecher. Bislang stünden erschreckend wenige Namen auf der Liste. Das Bezirksamt stellte zudem klar, dass es nicht für alle Roma-Familien aus der Schule eine Unterkunft finden könne.

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