Vor 100 Tagen wurde das Flüchtlingscamp am Oranienplatz in Kreuzberg geräumt, vor drei Wochen die ehemalige Gerhart-Hauptmann-Schule. Doch die Probleme der Flüchtlinge, die jetzt größtenteils in Heimen an mehreren Orten in der Stadt untergebracht sind, sind längst nicht gelöst. Mehreren Aktivisten droht die Abschiebung. Nach Aussage von Berlins Integrationsbeauftragter Monika Lüke haben mindestens zehn Menschen, deren Fälle inzwischen von der Ausländerbehörde geprüft worden seien, eine Ablehnung ihrer Anträge erhalten. Um welche Anträge es sich dabei handelt, wird aus Datenschutz-Gründen nicht bekannt gegeben.

Es könnten sogenannte Umverteilungsanträge sein, mit denen Flüchtlinge, die bereits in anderen Bundesländern registriert sind, ihr Asyl-Verfahren nach Berlin holen wollen. Genehmigt wird ein solcher Antrag in der Regel aber nur, wenn es sich um Familienzusammenführung handelt oder wenn humanitäre Gründe für eine Umverteilung der Bearbeitung sprechen. Von denen, die eine „umfassende Prüfung“ in Anspruch nahmen, wurde bislang noch niemand abgeschoben, sagt Lüke. Und: „Jeder kann auch gegen seine Ablehnung Rechtsmittel einlegen.“

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