Berlin - Am kommenden Dienstag soll es einen stadtweiten Großeinsatz zur Unfallbekämpfung geben. Die Polizei richtet am Tag und in der Nacht weit über 200 ständig wechselnde Radar- und Laserkontrollen ein. Zusätzlich werden alle 21 Videofahrzeuge unterwegs sein. „Viele Einsätze werden mit dem sofortigen Anhalten von Schnellfahrern verbunden sein“, sagte ein Polizeisprecher. In aufklärerischen Gesprächen wolle man die Betroffenen sensibilisieren.

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Zu hohe Geschwindigkeit war im vergangenen Jahr in Berlin in 3 480 Fällen Hauptursache für Unfälle. Das ist eine Zunahme von fast 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei mehr als jedem dritten dieser Unfälle wurde ein Mensch verletzt, sechs verunglückten sogar tödlich.

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Um dem Vorwurf der Abzocke zu begegnen, veröffentlichte die Polizei bereits am Freitag die geplanten Kontrollorte. Ausgewählt wurden Strecken, wo besonders viele Unfälle passieren und besonders schutzwürdige Straßen, etwa vor Kitas und Schulen.