Berlin - Die Anlage ist schon im Berliner Zoo, sie muss nur noch angeschlossen werden. Eine elektronische Gesichtskontrolle an neuen Drehkreuzeingängen, die mit Scannern und Kameras am Löwentor steht und durch die Jahreskartenbesitzer ab nächster Woche schneller in das Tierparadies kommen sollten. Doch nun liegt das System auf Eis. Denn seitens der Politik gibt es heftige Kritik. Am Montag soll nun Zoo-Direktor Andreas Knieriem im Datenschutzausschuss des Abgeordnetenhauses zu dem System befragt werden, das jetzt Berlins Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk rechtlich prüfen lässt.

Einlasskontrollen mittels Gesichtserkennung sind in deutschen Zoos eigentlich nichts Neues. In Leipzig wird damit gearbeitet, seit 2003 werden auch in Hannover so die Dauerkartenbesitzer offenbar ohne datenschutzrechtliche Bedenken kontrolliert. Anders in Berlin: Seitdem bekannt wurde, dass der hiesige Zoo auch ein Gesichtserkennungssystem nutzen will, über das zuerst die taz berichtete, schlagen die Wellen bei den Datenschutzexperten der Hauptstadt hoch.

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