Mieter der Gesobau in Pankow sollen nach der Modernisierung ihrer Wohnungen nicht durch hohe Mietsteigerungen verdrängt werden. Das sieht eine Vereinbarung vor, auf die sich die landeseigene Gesobau, der Bezirk Pankow und die Mieterberatung Prenzlauer Berg am Dienstag verständigt haben. Sie ist nach Angaben des Pankower Stadtrats Jens-Holger Kirchner (Grüne) „richtungsweisend für die ganze Stadt“.

Nach der Vereinbarung darf die Warmmiete nach einer Modernisierung in Härtefällen maximal 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens betragen. Die Regelung geht damit über das Mietenbündnis zwischen dem Senat und den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften hinaus, nach dem bisher die Erhöhung der Kaltmiete in Härtefällen auf 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens beschränkt war. In Pankow sind rund 450 Wohnungen der Gesobau betroffen, die modernisiert werden sollen. Nach Protesten gegen hohe Mietsteigerungen waren die Arbeiten für 236 Wohnungen gestoppt worden. Die Projekte sollen jetzt neu begonnen werden, sagte Gesobau-Vorstand Christian Wilkens. Der Mieterverein lobte die Vereinbarung. Sie stelle eine gute Ausgangsbasis für eine berlinweite Anwendung von Modernisierungsvereinbarungen dar, hieß es. (ulp.)