Berlin - Der Anfang ist gemacht. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat noch im vergangenen Jahr die Tiefbauarbeiten für die ersten Neubauwohnungen in Berlin gestartet. Das teilte die BImA auf Anfrage der Berliner Zeitung mit. Die ersten Wohnungen entstehen in der Cité Foch, der ehemaligen Wohnsiedlung der Franzosen, in Reinickendorf. „Erste Schachtarbeiten sind erfolgt, zum weiteren zeitlichen Ablauf laufen derzeit Abstimmungen mit dem Bezirksamt“, teilte die BImA mit. Im ersten Bauabschnitt sollen mehr als 300 Wohnungen in der Cité Foch entstehen.

Die BImA hat sich eigenen Angaben zufolge „das Ziel gesetzt, bundesweit 6000 bis 8000 Wohnungen im Eigenbau zu errichten“. Bis Ende 2024 sollen mindestens 3000 Wohnungen entstehen. In Berlin plant die BImA auf mehr als 20 Grundstücken in fünf Bezirken den Bau von bis zu 2700 Wohnungen. Mit 1980 Wohnungen soll das Gros der Unterkünfte in Reinickendorf gebaut werden. In Steglitz-Zehlendorf sind 327 Wohnungen geplant, in Mitte 271, in Treptow-Köpenick 121 und in Pankow 24. Während die Bauten in Pankow, Mitte, Steglitz-Zehlendorf und Treptow-Köpenick zwischen 2024 und 2030 entstehen sollen, wird von der BImA für die Projekte in Reinickendorf derzeit kein Endtermin genannt.

Mieten im Neubau können begrenzt werden

Im Moment stehen dem Bund in Berlin etwa 5000 Wohnungen zur Verfügung, darunter viele frühere Alliiertenwohnungen. Darüber hinaus verfügt der Bund in der Hauptstadt für die Unterbringung von Bundesbediensteten über Belegungsrechte an 3925 Wohnungen. Nicht alle bundeseigenen Wohnungen werden von Bundesbediensteten bewohnt. Grund: Viele der Alliiertenwohnungen wurden nach dem Abzug der westlichen Streitkräfte auf dem freien Markt vermietet, um Leerstand zu vermeiden. Denn die Wohnungen wurden frei, bevor Bundestag und Regierung von Bonn nach Berlin zogen. Mittlerweile ist der Bedarf an Wohnungen für Bundesbedienstete gestiegen. Aktuell werden in Berlin laut BImA „alle“ frei werdenden bundeseigenen Wohnungen an Bundesbedienstete vermietet.

Wer bei der BImA wohnt, hat vergleichsweise moderate Kosten. Die durchschnittliche Miete belief sich zum 31. Oktober 2021 für bundeseigene Wohnungen in Berlin auf 6,22 Euro je Quadratmeter kalt. Zum Vergleich: Laut Mietspiegel 2021 lag die durchschnittliche Miete in Berlin bei 6,79 Euro je Quadratmeter kalt. In den geplanten Neubauten der BImA sind zwar höhere Mieten zu erwarten, doch können diese nach jetziger Regelung in Gebieten wie Berlin auf zehn Euro pro Quadratmeter kalt begrenzt werden.