„Hier gibt es einen Impfstoff, und ich wünsche mir, dass sich die Impfquoten in Berlin erhöhen", so dei Senatorin.
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Beim Grippe-Impfstoff ist nach Angaben von Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci nicht mit Engpässen zu rechnen. „Für diese Saison stehen bundesweit 25 Millionen Impfdosen zur Verfügung“, sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag in der Fragestunde im Abgeordnetenhaus. „Das ist auf jeden Fall ein Anstieg im Vergleich zur letzten Saison, wir gehen davon aus, dass diese Impfdosen ausreichend sind. “Es gebe keine Anzeichen für Engpässe. „Im Gegenteil, wir haben eher Befürchtungen, dass die Impfmöglichkeit nicht ausreichend genutzt wird“, so die SPD-Politikerin. „Wir haben auch in den letzten Grippesaisonzeiten gesehen, dass leider die Impfquoten nicht so hoch sind, wie wir uns das vorgestellt haben.“

Dabei gebe es klare Empfehlungen der Ständigen Impfkommission insbesondere für Risikogruppen, also Schwangere, Menschen ab 60 und solche mit einer Grunderkrankung, sich auf jeden Fall impfen zu lassen. In Berlin liege die Impfquote dieser Gruppen bei 50 bis 60 Prozent. „Es ist nicht so, wie wir uns das vorstellen“, bedauerte Kalayci. „Auch als Vorsichtsmaßnahme für Covid-19-Fälle ist die Grippe-Impfung von ganz hoher Bedeutung.“

Für den Impfstoff gibt es mehrere Hersteller. Einer sei bereits auf dem Markt, sagte Kalayci, die anderen seien „im Anflug“. „Nutzen Sie diese Impfmöglichkeit. Gerade Covid-19 hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass es einen Impfstoff gegen eine Krankheit gibt“, mahnte die Senatorin. „Hier gibt es einen Impfstoff, und ich wünsche mir, dass sich die Impfquoten in Berlin erhöhen.“