Prenzlauer Berg - Am Sonnabend vor einer Woche hat ein Unbekannter einen 19-Jährigen Fan des 1. FC Union in Prenzlauer Berg erstochen. Nachdem er Karl M. und dessen Begleiter unvermittelt als „Schwuchteln“ und „Hurensöhne“ beschimpft hatte, stach er Karl M. ein Messer in den Rücken, dann flüchtete er. Die Polizei fahndet noch immer nach ihm.

Eine Woche nach der Tat befragten zahlreiche Polizisten in Zivil und in Uniform am Tatort – dem Netto-Parkplatz an der Wichertstraße – Passanten. Die Beamten, die in zehn Teams auch in der Umgebung unterwegs waren, hofften, auf Kunden zu treffen, die stets zur gleichen Zeit einkaufen, oder Spaziergänger, die zur gleichen Zeit dort entlang gehen und vielleicht etwas gesehen haben oder mit der Personenbeschreibung des Täters etwas anfangen können.

In Prenzlauer Berg erstochener Karl M.: Mordkomission hat bisher 40 Hinweise

Der Täter, der Karl M. am 9. Januar gegen 17 Uhr auf dem Parkplatz erstach, ist 20 bis 25 Jahre alt, etwa 1,70 Meter groß und muskulös. Er hatte kurze dunkle Haare, einen dunklen Oberlippen- und Kinnbart, war dunkel oder schwarz gekleidet. Er trug ein schwarzes Basecap und sprach deutsch ohne Akzent und hatte einen grauen kniehohen Hund dabei.

„Es ging auch darum, Hundehalter anzusprechen. Diese machen meistens zur selben Zeit ihre Runde und sprechen miteinander“, sagte Polizeisprecherin Patricia Braemer. „Vielleicht kennt jemand den Mann.“ Bis zum Beginn der Aktion hatte die Mordkommission 40 Hinweise. Eine heiße Spur war nicht darunter. „Die Resonanz auf die Befragung war sehr gut“, sagte Braemer. „Wir gehen jetzt diversen neuen Hinweisen nach.“