Das Grab auf dem kleinen Friedhof von Rehfelde unweit von Berlin ist das letzte in einer Reihe, die zur Kapelle führt. Der Grabstein setzt sich aus drei Granitstücken zusammen, die wie Kinderbausteine ein Tor bilden. „Lilly“ steht auf dem obersten Stein. Zwei Jahreszahlen sind zu lesen: 2011 und 2013. Das Kind, das hier begraben liegt, wurde keine zwei Jahre alt. Lilly starb aber nicht an einer Krankheit oder durch einen Unfall.

Das kleine Mädchen wurde geschüttelt, geschlagen, getreten und auf den Boden geworfen – vom Stiefvater. Die Ärzte im Virchow-Klinikum der Charité, wo das Mädchen einen Tag später behandelt wurde, konnten es nicht mehr retten. Lilly starb drei Tage später auf der Intensivstation, ohne noch einmal das Bewusstsein wiedererlangt zu haben.

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