Berlin - Frauen sind miteinander verbunden durch einen unsichtbaren Faden der Gewalt. Auf der ganzen Welt werden sie von ihren Partnern und Ex-Partnern, von ihren Brüdern, Vätern, Großvätern, Cousins, Onkeln, von Fremden psychisch terrorisiert, geschlagen, vergewaltigt, ermordet. Wir wissen, dass diese Gewalttaten auch in Deutschland stattfinden, nur allzu oft hinter Ausdrücken wie „Familiendrama“ oder Umschreibungen wie „Konflikt zwischen Paar eskaliert“ relativiert und auch nicht gerne auf Titelseiten platziert oder auf der Homepage des Onlinemediums ausgespielt werden – weil das Thema „nicht zieht“. Die Argumente: Das kann man den Leserinnen und Lesern nicht antun. Zu düster. Zu traurig. Zu krass. Vielleicht ist es auch eine Art Nichtwahrhabenwollen, dass Femizide und brutale Gewalttaten gegen Frauen eben nicht in „gewissen patriarchalischen Kulturkreisen“ oder „religiösen Gemeinschaften“ stattfinden, irgendwo am anderen Ende der Welt, sondern auch genau hier.

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