Die Tür zur Fussilet-Moschee ist nur provisorisch gesichert, zu oft hat die  Polizei sie in den vergangenen Wochen aufgebrochen. Nun hängt dort ein Zettel, auf dem steht, dass die Moschee für immer geschlossen bleibt. Am Wochenende hatten die Verantwortlichen Gebetsteppiche und Möbel in einen Umzugswagen verladen. Einer der bedeutendsten Islamisten-Treffpunkte in Berlin existiert nicht mehr – jener Ort, an dem unter anderem der Attentäter vom Breitscheidplatz, Anis Amri ein und aus ging. Und wohl auch radikalisiert wurde.

Die Moschee an der Perleberger Straße in Moabit, die vor ein paar Jahren in  Räume im Erdgeschoss eingezogen war, hatte sich schnell zu einem Treff  radikaler Salafisten entwickelt.   Hier wurde Geld gesammelt für den Terror, hier wurden „Islamseminare“ gegeben, um Kämpfer für den bewaffneten Dschihad zu rekrutieren. Vor allem türkische Staatsbürger und Islamisten aus dem Kaukasus  kamen. Hier brach vor zwei Jahren zum ersten Mal ein Spezialeinsatzkommando der Polizei die Tür auf, um Ismet D. zu verhaften, den alle den „Emir von Wedding“ nannten. Er und mehrere Komplizen, die nun ebenfalls in Haft sitzen,  sollen die syrische Terrorgruppe Junud al-Scham finanziell  unterstützt haben.

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