BVG-Warnstreik im April 2019: Busse auf dem Betriebshof Müllerstraße in Wedding.
Foto: Imago Images/Müller-Stauffenberg

Berlin - Keine Busse, keine U-Bahnen, keine Straßenbahnen. Stammkunden der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und andere Fahrgäste werden sich noch gut an die Warnstreiks erinnern, die das Landesunternehmen Anfang des vergangenen Jahres lahmgelegt haben. Nun könnte es sein, dass es beim größten kommunalen Verkehrsunternehmen Deutschlands wieder zu Arbeitsniederlegungen kommt. „Arbeitskampfmaßnahmen sind nicht ausgeschlossen“, sagte Jeremy Arndt von der Gewerkschaft Verdi. An der Basis spricht man von einer „heißen Phase“. Falls der jetzige bundesweite Tarifstreit in eine bestimmte Richtung geht, „werden wir relativ schnell in den Aktionsmodus wechseln“, kündigten Verdi-Vertrauensleute bei der Straßenbahn in einem Facebook-Eintrag an.

Worum geht es? Um die Arbeitsbedingungen im Nahverkehr auf ein einheitliches Niveau zu heben und insgesamt zu verbessern, hat Verdi die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) zu Verhandlungen über einen Rahmentarifvertrag für ganz Deutschland aufgefordert. Für Klimaschutz und eine echte Verkehrswende werde ein starker Nahverkehr benötigt, so die Gewerkschaft. „Dazu gehören auch gute Arbeitsbedingungen.“ Ein einheitlicher Urlaubsanspruch und andere Verbesserungen nützten nicht nur den jetzigen 87.000 Arbeitnehmern in diesem Bereich. Nur so werde die Branche auch für Neueinsteiger attraktiv, hieß es. Die Gewerkschaft schätzt den Bedarf auf rund 15.000 neue Mitarbeiter.

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