Oberkrämer - Stefan Flöter, 45, kann sich noch genau daran erinnern, als die Gedanken in seinem Familien- und Arbeitsleben zum ersten Mal um das Coronavirus kreisten. Mit seinem Sohn besuchte Flöter an jenem Wochenende Tropical Islands – der Freizeitpark meldete kurz darauf als eines der ersten Unternehmen in Brandenburg Corona-Verdachtsfälle. Eine Infektion blieb glücklicherweise aus. Dafür wuchs für den Grafiker in der Folge die existenzielle Bedrohung in seinem Job. Doch seine Kollegen und er verstanden es, in der Krise ihre Produktion kurzerhand auf ein gefragtes Mittel zur Bekämpfung der Pandemie umzustellen: Spuckschutzwände.

In der Werbeagentur Bosl im brandenburgischen Oberkrämer, nur wenige Kilometer vor den nördlichen Stadttoren Berlins gelegen, produziert das Team rund um Flöter seit vergangenem April jene Plexiglasscheiben, die man vor der Krise höchstens in einigen wenigen Arztpraxen oder Bankfilialen fand. Mittlerweile kommt keine Ladentheke oder Verkaufsfläche mehr ohne die milchig-durchsichtigen Platten aus.

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