Während des Hilfseinsatzes im Fall des leckgeschlagenen Salpetersäure-Lastzugs auf der Autobahn 24 sind drei Feuerwehrleute ins Krankenhaus gebracht worden. „Bei zwei von ihnen besteht der Verdacht, dass sie Dämpfe aus der Salpetersäure-Wolke eingeatmet haben könnten. Ein weiterer Feuerwehrmann hatte einen Kreislaufzusammenbruch“, sagte die Sprecherin der Polizeidirektion Nord, Dörte Röhrs, am Mittwoch. Salpetersäure wirkt ätzend auf Haut und Atemwege.

17 weitere Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren mussten am Dienstag wegen leichteren Kreislaufproblemen vor Ort versorgt werden. „Das lag an der extrem langen Arbeitszeit seit Montagabend 22 Uhr und am schwülen Wetter. Die Männer mussten schwere Schutzanzüge tragen und darunter war es sehr warm“, erklärte die Schichtleiterin der Feuerwehr-Regionalstelle Nordwest, Nicole Naake.

Der Tanklaster mit zwölf Tonnen Salpetersäure stand auf dem Rasthof Walsleben (Kreis Ostprignitz-Ruppin). Aufgrund eines Ventildefekts war Säure ausgetreten. An der Absicherung der Unglücksstelle waren zeitweise mehr als 200 Feuerwehrleute beteiligt.

Nach einer Neutralisierung mit Soda sind Fahrbahn und Seitenstreifen mittlerweile nicht mehr durch die gefährliche Säure belastet. Die Autobahn ist wieder für den Verkehr freigegeben. (dpa)