Berlin - Der junge Giraffen-Bulle «Moritz», der vor zwei Jahren im Berliner Tierpark geboren wurde, lebt jetzt im Zoo Surabaya auf der indonesischen Insel Java. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten warf den Verantwortlichen im Berliner Tierpark vor, «Moritz» einem ungewissen Schicksal überlassen zu haben. Erst im vergangenen Jahr sei im Zoo Surabaya eine Giraffe gestorben, weil sie einen 20 Kilo schweren Müllklumpen im Magen hatte.

Tierpark-Direktor Bernhard Blaszkiewitz bestätigte der Nachrichtenagentur dpa, dass «Moritz» über einen indonesischen Safaripark in den Zoo Surabaya gelangt sei. In indonesischen Tierparks gehe es anders zu als hierzulande, sagte Blaszkiewitz. Mancher Europäer würde sich bestimmt wundern. Für die Gesundheit des Giraffen-Bullen sieht Blaszkiewitz derzeit allerdings keine Gefahr: «"Moritz" geht es gut», betonte er.

«Moritz» wurde im Juli 2011 im Berliner Tierpark geboren. Seine Giraffenart kommt vor allem in Uganda vor und ist in ihrem Bestand bedroht. Schätzungen zufolge gibt es mittlerweile weniger als 2500 geschlechtsreife Tiere. (dpa/bb)