Berlin - Seit fast zwei Jahren plant das Dortmunder Unternehmen Hellweg einen neuen Baumarkt am Gleisdreieck. Am südwestlichen Zipfel des dortigen Parks, im Grenzgebiet zwischen Kreuzberg und Schöneberg, soll er entstehen. Wenn das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg die Baugenehmigung erteilt hat, kann mit den Arbeiten begonnen werden.

Auf diese Genehmigung muss Hellweg allerdings weiter warten – zunächst sollen die Anwohner noch mal zu Wort kommen. Sowohl in Schöneberg als auch in Kreuzberg sind viele von ihnen gegen das Projekt. Der Baumarkt würde zu dominant im Park stehen, zu viel Verkehr in die ohnehin verkehrs- und lärmbelastete Gegend ziehen, heißt es.

„Niemand ist von dem Projekt begeistert, aber der Baumarkt ist dort das kleinere Übel“, sagt der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses der BVV Friedrichshain-Kreuzberg John Dahl (SPD). Denn ein Rahmenplan zwischen Bezirk und Senat über die Gestaltung des Gleisdreick-Geländes sieht an dieser Stelle eine dichte Bebauung mit Hochhäusern vor. Der flache Baumarkt gilt dazu als Alternative, zumal man dem Investor die Einrichtung eines 45 mal 90 Meter großen Sportplatzes auf dem Baumarkt-Dach abgetrotzt hat.

Auf der Anwohnerversammlung soll nun für das ungeliebte Projekt geworben werden. „Wir können noch kleine Verbesserungen erreichen, aber alles andere, was dort entstehen dürfte, wäre schlechter für Anwohner und Park“, sagt auch Paula Riester von den Grünen. Wann die Anwohnerversammlung stattfindet, steht noch nicht fest. Auf dem 25.000 Quadratmeter großen Gelände wurde inzwischen mit Erdarbeiten begonnen.