Berlin - Für Sportsenator Andreas Geisel (SPD) und seine Behörde war es längst beschlossene Sache, das marode Jahn-Stadion abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Bereits Anfang des kommenden Jahres sollten die Bagger auf dem Gelände in der Cantianstraße in Prenzlauer Berg anrollen. Doch daraus wird erst einmal nichts. Nach Gesprächen der Koalitionsparteien SPD, Linke und Grüne/Bündnis 90 mit dem Senat ist der Stadionabriss vorerst gestoppt worden. Ein Kompromiss wurde ausgehandelt, der einen neuen städtebaulichen Wettbewerb für den gesamten Umbau des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks bis zum Herbst 2021 vorsieht. Das verschaffe der Arena bis dahin eine Art Gnadenfrist, berichtete der Grünen-Abgeordnete Andreas Otto der Berliner Zeitung.

Demnach hatten die Abgeordneten der Koalitionsparteien sich schon vor Wochen unter anderem mit Sportstaatssekretär Aleksander Dzembritzki (SPD) und der Landesbaudirektorin Regula Lüscher zu mehreren Gesprächen zur Zukunft des Jahn-Stadions getroffen. „Es gab sogar Vorort-Termine“, so Otto. „Im Ergebnis wurde die weitere Vorgehensweise des Umbaus des Jahn-Sportparkes zu einem Inklusionssportpark beschlossen. Damit kommt es nun nicht zu dem sofortigen Abriss der Arena.“ Es gelte jetzt der Grundsatz: Erst planen, dann bauen.

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