Berlin - Am Ende gibt es ein Gorilla-Gruppenbild mit Victory-Zeichen. Ein Dutzend Fahrradkuriere ist am Montag zum Arbeitsgericht in Tiergarten gekommen und reckt hinterher siegesgewiss zwei Finger empor, als Unterstützung für die Kollegen beim Prozess-Auftakt gegen den eigenen Arbeitgeber. Anders als bei bisherigen Protesten gibt es aber keine Banner mit Botschaften. Die meisten „Rider“, wie Radkuriere des Start-ups genannt werden, tragen nicht einmal die markanten schwarzen Jacken, Helme und Rucksäcke.

Der Arbeitskampf der Lebensmittel-Lieferanten geht in die nächste Runde: vor ein Gericht. Zwei Boten hatten gegen die Befristung ihrer Arbeitsverträge geklagt, was nur der Auftakt einer Prozesswelle ist: Offenbar stehen neun weitere Einzel-Verfahren an, das nächste schon am Donnerstag. Wie das „Gorillas Workers Collective“ (GWC) mitteilte, seien mehrere „kalte Kündigungen“ durch befristete Verträge erfolgt, weil die betreffenden Mitarbeiter beim Aufbau eines ungeliebten Betriebsrats im Start-up mitgewirkt hätten.

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