Berlin - Der Corona-Pandemie zum Trotz wurden auch in diesem Jahr wieder die Michelin-Sterne vergeben. Die neue Ausgabe des Restaurantführers Guide Michelin wurde am Freitag präsentiert – verbunden mit den neuen Auszeichnungen im Gourmet-Bereich. Dank einer flexiblen Planung und dem zusätzlichen Einsatz internationaler Inspektoren habe das Team auch unter erschwerten Bedingungen die Lokale testen können, hieß es.

Berlin bleibt demnach auch in diesem Jahr Spitzenreiter der Sterne-Gastronomie in Deutschland. Die Hauptstadt hat nun insgesamt 25 Sterne-Restaurants – die höchste Zahl im Guide Michelin 2021. Darunter sind ein Drei-Sterne-Restaurant (das Rutz von Marco Müller), fünf Zwei-Sterne-Restaurants (Coda, Facil, Horvath, Lorenz Adlon Esszimmer und Tim Raue) sowie 19 Ein-Stern-Restaurants.

In diesem Jahr sind zwei Neuzugänge dabei: das Irma la Douce und das faelt. Diese beiden Restaurants wurden mit je einem Stern ausgezeichnet. Das Irma la Douce an der Potsdamer Straße steht für eine ehrliche, französisch inspirierte Küche. Küchenchef Michael Schulz ist ein erfahrener Mann im Gourmetbereich: Er hatte zuvor im Golvet, im Rutz und im Vau gekocht. Das faelt im Schöneberger Akazienkiez steht mit Stargastronom Björn Swanson für eine ökologisch nachhaltige, kreative und schnörkellose Küche. Der gebürtige Berliner mit amerikanischen Wurzeln gilt als einer der Shootingstars der Kochszene und hat sich als Küchenchef im Restaurant Golvet schnell über Berlin hinaus einen Namen gemacht, bevor er sein eigenes kleines Restaurant namens faelt eröffnete.

Foto: Restaurant faelt
Klein, aber fein: Das faelt im Schöneberger Akazienkiez.

Verlierer gibt es in Berlin auch: Das SAVU verlor seinen Stern. Das Restaurant am Kudamm hatte allerdings im vergangenen Oktober auch für immer geschlossen. Der finnische Koch Sauli Kemppainen ist in seine Heimat zurückgekehrt, um sich dort neuen gastronomischen Projekten zu widmen.