In Berlin werden die Preise für Wohneigentum in den Jahren bis 2030 voraussichtlich im unteren zweistelligen Bereich wachsen. Das geht aus der Postbank-Studie „Wohnatlas 2016 – Leben in der Stadt“ hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde. Demnach könnten die Preise für Eigentumswohnungen und Häuser in der Stadt wegen der wachsenden Bevölkerung um etwa 15 Prozent steigen. Andererseits ist zu erwarten, dass in ostdeutschen Städten wie Halle und Chemnitz wegen der rückläufigen Bevölkerung die Preise erheblich sinken werden.

Analysiert wurden die 30 größten deutschen Städte sowie sechs Städte, die jeweils die größten eines Bundeslandes sind und nicht zu den Top 30 gehören. Die Prognose geht davon aus, dass bis 2030 eine weitere Million Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Insofern können die genannten Steigerungen nur Richtwerte sein, da der Prognosezeitraum sehr lang ist.

Sind in den vergangenen zehn Jahren noch zwei Drittel der 36 untersuchten Städte gewachsen, werden es bis 2030 nur noch zwei von fünf sein. Hier ist der Zuzug durch Flüchtlinge bereits eingerechnet. Ohne diesen wäre es sogar nur ein Dritteln der Städte, die expandieren würden, so die Postbank.

Die Preisstürze in den schrumpfenden Städten werden der Studie zufolge wahrscheinlich durch einen weiteren Trend abgemildert: durch die steigende Wohnflächennachfrage. In allen 36 untersuchten Städten sind die Immobiliengrößen pro Haushalt in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. (BLZ)