Berlin - Die Koalition von SPD, Linken und den Grünen steht vor dem Regierungsantritt. In einem wortreich-verschwurbelten Koalitionsvertrag haben sie sich viele vage Ziele gesetzt. Der Sozialdemokrat Michael Müller kann am 8. Dezember zum Regierenden Bürgermeister gewählt werden.

Nun ist von großen Herausforderungen die Rede. In der Tat: Bürgerämter und Schulen in miserablem Zustand, Wohnungsmangel, BER, Kriminalität – Baustellen ohne Ende. Die Voraussetzungen, manches zu bessern, sind günstig wie lange nicht. Steigende Steuereinnahmen füllen die Kassen und erlauben Investitionen. Die Arbeitslosenrate sinkt. Die Stadt ist durch Zuwanderung jünger und lebendiger geworden. Man kann also mit vielen Gründen behaupten: Michael Müller regiere in guten Zeiten. 

Wie außerordentlich gut die sind, macht ein kurzer Blick auf einige seiner Vorgänger vollends klar. Immer waren die Umstände, unter denen diese in den vergangenen 150 Jahren die Geschicke Berlins gelenkt haben, wesentlich schwieriger:  Kriege, Zusammenbrüche, Diktatur und Terror, Trümmerstadt, geteilte Stadt, Frontstadt … Da waren tatsächlich Bärenkräfte notwendig, um Schlimmeres zu verhüten oder die Entwicklung ins Bessere zu wenden. Hier ein Überblick über Bürgermeister, die Berlin bewegt haben: