Berlin - Für Natalya Nepomnyashcha ist dieser Samstag, der 6. März, ein bedeutendes Datum. Denn exakt an diesem Tag im Jahr 2001 erreichte sie mit ihren Eltern das Auffangheim in Nürnberg. Nach dem Zerfall der Sowjetunion waren ihre Eltern arbeitslos und hofften auf ein besseres Leben in Deutschland. Sie kamen als jüdische Kontingentflüchtlinge aus der Ukraine, um ihrer einzigen Tochter eine Perspektive zu geben. Nepomnyashcha war damals 11 Jahre alt.  

Heute, zwanzig Jahre später, lebt die mittlerweile 31-Jährige in Berlin. An diesem sonnigen Märztag sitzt Nepomnyashcha in ihrer blauen Samtjacke auf einer Holzbank vor einem geschlossenen Restaurant in ihrem Kiez, Friedrichshain, am Frankfurter Tor. Seit einem Jahr arbeitet Nepomnyashcha in einer großen internationalen Unternehmensberatung und ist Gründerin des Start-ups „Netzwerk Chancen“, das benachteiligten jungen Menschen beim sozialen Aufstieg helfen soll. Sie selbst wuchs mit Hartz IV auf, hat viele Hürden in ihrem Leben bewältigen müssen. „Ich habe den sozialen Aufstieg geschafft – doch der Weg war hart. Ich habe gekämpft und nicht aufgegeben,“ erzählt sie. 

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