Berlin - Die Berliner Grünen begrüßen den Sinneswandel der Berliner SPD mit ihrem Votum, das erfolgreiche Volksbegehren zum Rückkauf des Stromnetzes zu übernehmen. Zugleich befürchten sie die aus ihrer Sicht «übliche SPD-Schaukelpolitik» dahinter: «Die Landespartei für das Energie-Volksbegehren, die eigenen Senatsmitglieder dagegen und am Ende soll wieder der Koalitionspartner CDU schuld sein», erklärten die Grünen-Vorsitzenden Bettina Jarasch und Daniel Wesener am Dienstag.

Die Kehrtwende zeige vor allem, «dass bei Rot-Schwarz die Angst vor einer Niederlage beim Volksentscheid umgeht», so die Grünen. Der SPD-Landesvorstand hatte am Vortag dem Abgeordnetenhaus empfohlen, das Volksbegehren zu übernehmen. Es sieht auch die Gründung von Stadtwerken vor, die ausschließlich Ökostrom produzieren sollen. (dpa/bb)