Berlin - Bernd Müller gehört zu den wenigen Berliner Ureinwohnern. Er ist geboren und aufgewachsen im alten Nikolaiviertel. 50 Jahre arbeitete er in Ostberlin als Schornsteinfeger: „Ruß, Asche, Gase und Staub jeschluckt und trotzdem über 88 Jahre alt“, sagt er über sich selbst und seinen „schönen, schmutzigen, gefährlichen und schweren Beruf“. Heute sieht man die Männer in schwarzer Kluft mit Eisenkugel und Kehrbesen nur selten. Am Knopf der Schornsteinfegeruniform zu drehen, bringe Glück - sagte man. Schornsteinfegermännlein tauchen nach wie vor als Glücksbringer in der Silvesterdekoration auf. Seit Bernd Müller nicht mehr auf den Berliner Dächern herumklettern kann, hat er sich aufs Schreiben verlegt: „Damit nich allet vajessen wird, habe ick ville uffgeschrieben. Wenns jefällt, ist jut. Wenn nich, is och jut und deshalb keene Feindschaft nich!“ Hier sein Text. (Maritta Tkalec)

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