Grundschule Halensee: Schule sagt Klassenfahrten ab – Lehrer wollen mehr Gehalt

Berlin - Die Lehrer der Halensee-Grundschule haben nun zu drastischen Maßnahmen gegriffen. Weil längst nicht alle Grundschullehrer von der angekündigten Gehaltserhöhung profitieren, haben sie nun alle Klassenfahrten, den anstehenden Elternsprechtag, jegliche Ausflüge und sogar die geplante Faschingsveranstaltung abgesagt. Auch das Sommerfest am Ende des Schuljahres soll ohne Lehrkräfte stattfinden. Das hat der Schulleiter nun in einem Schreiben unter der Überschrift "Ungerecht" auf der Homepage der Schule angekündigt.

Frustration und Wut bei Lehrkräften

Festgelegt haben Bildungssenatorin Sandra Scheeres und Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (beide SPD) nämlich bisher, dass vor allem jene Grundschullehrer, die ab 2014 nach dem neuen Lehrerbildungsgesetz studiert haben, künftig eine Höhergruppierung erfahren. Sie sollen fortan genau so viel Geld erhalten wie Studienräte an Gymnasien. "Der Großteil der angestellten Lehrkräfte unserer Schule geht dabei leer aus", heißt es in dem Schreiben. "Die damit verbundene geringe Wertschätzung unserer langjährigen Arbeit ruft Frustration und Wut hervor."

Denn neben dem Unterrichten habe man ja auch Referendare ausgebildet, Klassenfahrten und Ausflüge durchgeführt, Fachleitungen übernommen und in den Schulgremien gearbeitet. Wie die Bildungsverwaltung mit dem Brandbrief der Lehrer umgeht, war zunächst nicht zu erfahren.