Berlin - Die vom autonomen Quartiersmanagement (QM) Grunewald organisierte Fahrradsternfahrt in das Villenviertel Grunewald ist aus Sicht der Veranstalter ein voller Erfolg: Die Polizei bestätigt der Berliner Zeitung, dass am 1. Mai etwa 10.000 Personen an der Demonstration teilgenommen haben. Frauke Geldher vom QM Grunewald sagt, sie bedauere, dass die Polizei die geplante Veranstaltung am Hagenplatz nicht genehmigt habe. So konnten im Grunde inhaltliche Themen nicht fokussiert vorgetragen werden. Den Aktivisten geht es darum, dass Immobilienspekulanten enteignet und das Wohneigentum der Stadt vergesellschaftet werden solle. Zu diesem Zweck ziehen die Aktivisten seit einigen Jahren am 1. Mai in das Villenviertel Grunewald, um ihrer Forderung nach Enteignung des Großkapitals im Immobiliensektor Nachdruck zu verleihen.

Auffallend in diesem Jahr ist die Disziplin der Teilnehmer im Hinblick auf die Befolgung der staatlichen Hygienekonzepte – eine Haltung, die bei Anarchisten und Linksextremen in der Theorie auf Widerstand stoßen könnte, weil es sich um staatlichen Zwang handelt. Doch die Teilnehmer der Demo in diesem Jahren sind, so bestätigen Polizisten am Hagenplatz und am Roseneck, „ganz normale, friedliche Leute“, gegen die „ein aggressiver Einsatz absolut nicht notwendig“ sei. Tatsächlich tragen so gut wie alle Fahrradfahrer ihren Mund-Nasen-Schutz akribisch nach Vorschrift. Es herrscht eine ungeheure Disziplin. Die Teilnehmer sind bemüht, durch geschicktes Balancieren sogar den Mindestabstand einzuhalten. 

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