Berlin - Fast englisch muten die Häuschen an der kopfsteingepflasterten Cordesstraße in Grunewald an: roter Backstein, kleine Gärtchen. Doch in den denkmalgeschützten Eisenbahnerhäusern wohnt keiner mehr, sie sind entmietet worden. Denn Kurt Krieger, einer der ganz Großen der Branche, will sein Imperium erweitern und auf dem Gelände des früheren Güterbahnhofs ein Höffner-Einrichtungshaus und einen Sconto-Markt bauen. Das 14,5 Hektar-Areal hat er von der Bahn gekauft.

Mit einem Höffner-Möbelhaus in der Weddinger Pankstraße und dem Krieger-Kaufhaus in der Genthiner Straße in Tiergarten hat alles begonnen. Inzwischen gehören Kurt Krieger deutschlandweit 49 Möbelhäuser und Discount-Märkte. Zunehmend sichert er sich Flächen, vor denen andere Investoren zurückschrecken – wegen zu hoher Investitionskosten, wegen der Schwierigkeit der Bebauung und wegen Problemen mit dem Denkmalschutz. Allein in Berlin hat die Krieger-Gruppe zwei ehemalige Güterbahnhöfe erworben. Auch in Duisburg besitzt das Unternehmen große Teile des früheren Güterbahnhofs. Überall plant Krieger Möbelhäuser – mit gewissen Extras. In Pankow will er ein Einkaufszentrum dazu stellen, in Grunewald einen Golfplatz mit Driving Range.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.